Du bist nicht schwierig, Du bist einfach nur vorsichtig geworden.Genau dieser Unterschied ist bedeutend größer als er eigentlich klingt.

Was Schutzmechanismen sind

Rückzug, Kontrollbedürfnis, Überperformance, Perfektionismus, Anpassung oder auch Nicht-Nein-sagen-Können, was haben diese Verhaltensweisen alle gemeinsam?

Sie alle hatten irgendwann einen Sinn für dein Leben.

Rückzug schützte Dich vor Schmerz.

Kontrolle erzeugte für Dich Sicherheit in einer unsicheren Umgebung.

Überperformance sicherte Deine Zugehörigkeit.

Anpassung bewahrte Dich vor Ablehnung.

Das sind also gar keine Charakterfehler, sondern sehr intelligente Reaktionen auf Deine frühen Erfahrungen.

Warum sie heute zum Problem werden

Das Problem: Das Nervensystem läuft auf denselben Strategien immer weiter, auch wenn die ursprüngliche Gefahr schon längst nicht mehr existiert.

Du bist nicht mehr das Kind, das sich schützen musste, aber dein System weiß das noch nicht und so führt Nähe immer noch zu Rückzug, Unsicherheit führt immer noch zu Kontrolle und Druck immer noch zu Überperformance.

Was hilft – und was nicht

Was nicht hilft ist pure Disziplin und Willenskraft. Du kannst dir nämlich nicht einfach befehlen, deinen Schutzmechanismus abzulegen.

Was hilft ist Verständnis darüber, was der Mechanismus schützt, woher er kommt sowie dass er einmal sinnvoll war und heute jedoch nicht mehr nötig ist.

Das ist ein sehr langsamer, aber nachhaltiger Prozess und bringt dich Schritt für Schritt aus deinem Muster heraus.

Wenn du herausfinden möchtest, welche Schutzmechanismen dich unbewusst steuern, ist die Neusicht-Analyse ein möglicher erster Schritt. Lass uns gemeinsam schauen, welche Geschichte Du dir selbst erzählst und dann schreib sie um.


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