August 2026: Komm wir reden über KI
Ich könnte meinen KI-Einsatz auch einfach verschweigen, fände ich aber irgendwie unehrlich. Also reden wir jetzt einmal Klartext: Ja, ich nutze KI.
Viele nutzen heute KI im Hintergrund, für Texte, Ideen, Bilder oder Analysen und verschweigen das teilweise einfach. Manchmal merkt es oft auch gar nicht und genau deshalb habe ich mich ganz bewusst entschieden, einen anderen Weg zu gehen und das nicht, weil ich irgendwie Angst vor der KI habe, sondern weil ich einfach mit Menschen arbeite, die mir sehr persönliche Gedanken, Gefühle, Zweifel und vor allem ihre Geschichten anvertrauen. Für mich reicht es deshalb auch nicht, nur zu sagen: „Ja, ich nutze KI.” Viel interessanter ist die ja die Frage: Wie nutze ich sie und wo ziehe ich bewusst Grenzen?
Dieser Blogbeitrag ist keine juristische Pflichtübung. Er ist Teil meiner eigenen menschlichen Haltung.
KI ist für mich ein Werkzeug und kein Ersatz für echte Begegnung
Bei Neusicht Impulse arbeite ich viel mit Reflexion, Fragen, Human Design, psychologischer Astrologie und persönlicher menschlicher Begleitung. Das bedeutet: Ich begleite Menschen dabei, ihre eigenen Muster besser zu verstehen, sich selbst wieder wahrzunehmen. Ich sage ihnen nicht, wer sie sind, ich stelle manchmal nur die unbequemen Fragen, die einen Gedanken ins Wanken bringen, damit Menschen ihre eigenen Antworten selbst erkennen können.
Genau deshalb nutze ich KI als Unterstützung. Manchmal ist KI für mich wie ein kleiner Sparringspartner. Die Maschine hilft mir, meine wirren Gedanken zu ordnen, Perspektiven zu überprüfen oder ganz einfach einen Text klarer zu formulieren oder weniger bissig.
Die inhaltliche Arbeit entsteht immer in meinem manchmal leicht wirren Denken, in meiner Erfahrung und im Gespräch mit anderen echten Menschen und nicht in der KI.
Wofür ich KI bei Neusicht Impulse nutze
Meine Gedanken strukturieren: Oft beginne ich mit einem kleinen Impuls, einer wilden Idee, einer Beobachtung oder einer Frage. Die KI hilft mir dann dabei, diesen Gedanken zu sortieren und verschiedene Blickwinkel sichtbar zu machen. Sie entwirrt also manchmal einfach meinen wuseligen Kopf.
Texte sprachlich verfeinern: Ja, ich nutze KI auch, um Formulierungen klarer, verständlicher oder präziser zu machen. Die finale Version eines Beitrags, eines Blogartikels oder eines Neusicht-Profils wird jedoch immer von mir persönlich überarbeitet und natürlich verantwortet. So bleibt es auch mein Inhalt.
Perspektiven reflektieren: In Begleitungen nutze ich KI manchmal, um zusätzliche Fragen oder Reflexionsansätze zu entwickeln. Die KI darf dabei in meinen eigenen Denkprozess als Mitdenker unterstützen. Oft habe ich eine Frage im Kopf, kann sie aber nicht ganz so formulieren, dass mein Gegenüber sie wirklich spüren würde. Eine Begleiterin nennt diese Art von Fragen „Arschloch-Fragen“ und genau da hilft mir die KI manchmal: die richtige Formulierung für eine echte menschliche Frage zu finden, die nicht aus Versehen verletzt oder falsch verstanden wird.
Anonymisierte Muster erkennen: Bei Studien oder Umfragen kann KI helfen, erste Muster in anonymisierten Daten sichtbar zu machen, zum Beispiel wiederkehrende Themen oder häufige Formulierungen. Und ja, ich nutze KI auch als analytisches Werkzeug, um einen ersten Überblick zu bekommen. Die Maschine kann nun mal große Mengen an Informationen viel viel schneller strukturieren, als ich es allein könnte.
Wofür ich KI bewusst nicht nutze
Gerade in der persönlichen Entwicklung halte ich klare Grenzen für extrem wichtig. Ich nutze KI niemals für psychologische Diagnosen, therapeutische Einschätzungen, automatisierte Persönlichkeitsbewertungen, Entscheidungen über Menschen, Vorhersagen über das Leben einer Person, Heilversprechen, fertige Wahrheiten, oder oder oder.
Ich glaube nicht, dass ein Algorithmus einem Menschen sagen sollte, wer er ist, warum er so ist, wie er ist, warum er leidet, geschweige denn, wie er leben sollte.
Diese Verantwortung gehört niemals in die Hand einer Maschine.
KI, Human Design und Astrologie
Da ich mit Human Design und psychologischer Astrologie arbeite, möchte ich hier besonders transparent sein. KI kann mir helfen, Informationen zu strukturieren oder Textentwürfe zu erstellen. Sie ersetzt jedoch niemals meine persönliche Interpretation.
Ein Neusicht-Profil entsteht nicht automatisch aus einem Human-Design-Chart. Es entsteht durch meine Einordnung, meine Erfahrung, den Kontext des Menschen, Gespräche und individuelle Reflexion.
Deshalb ist jedes Profil ein ganz persönlicher Arbeitsprozess und kein automatisiertes KI-Ergebnis.
Das erklärt auch, warum ihr auf ein Neusicht-Profil ein bis zwei Tage warten dürft. Da steckt einfach keine KI dahinter, die in zehn Minuten ein fertiges Produkt ausspuckt. Das mache ich als Mensch und dafür brauche ich eben etwas Zeit.
Wie ich mit personenbezogenen Daten umgehe
Datenschutz ist für mich kein lästiger Zusatz, sondern eine Frage des Respekts. Wenn ich KI unterstützend einsetze, anonymisiere oder pseudonymisiere ich personenbezogene Daten.
Für Reflexions- und Strukturierungsprozesse benötige ich keine Klarnamen, keine Geburtsdaten, keine Orte und keine anderen identifizierenden Angaben.
Ganz konkret: Klarnamen werden entfernt, Geburtsdaten werden nicht verwendet, Orte und weitere Hinweise werden nicht genutzt. Alle Daten werden auf das reduziert, was für den jeweiligen Zweck notwendig ist.
Bei Neusicht Impulse werden auch niemals automatisierte Entscheidungen über Personen getroffen.
Warum ich meinen KI-Einsatz öffentlich mache
Ich hätte das alles auch im Hintergrund lassen können, aber ich glaube, dass Vertrauen heute nicht nur dadurch entsteht, dass man perfekt wirkt, sondern dadurch, dass man einfach mal transparent ist.
Gerade im Bereich Coaching, persönliche Entwicklung, Human Design und Astrologie wird KI in Zukunft immer häufiger eingesetzt werden. Die Frage ist dann nicht mehr, ob jemand KI nutzt, sondern wie verantwortungsvoll damit umgegangen wird.
Meine Antwort darauf ist klar: offen statt versteckt, bewusst statt automatisch, menschlich statt algorithmisch.
Die eigentliche Arbeit passiert nicht in der KI
Der für mich wichtigste Satz dieses Beitrags ist ganz einfach: Die eigentliche Arbeit passiert nicht in der KI, sie passiert, wenn Menschen zuhören, Fragen stellen, Unsicherheiten aushalten und eigene Muster erkennen.
Ja, die KI kann mir helfen, klarer zu formulieren und Zusammenhänge zu ordnen, aber sie kann nicht fühlen, sie kann nicht zuhören und sie kann auch niemals die Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen.
Genau deshalb wird KI bei Neusicht Impulse niemals die persönliche Begleitung ersetzen.
Meine fünf Grundsätze für den Einsatz von KI
- Der Mensch entscheidet: KI trifft keine Entscheidungen über Menschen
- Datenschutz geht vor: Personenbezogene Daten werden nur verarbeitet, wenn es wirklich notwendig ist und soweit möglich, werden Daten anonymisiert oder pseudonymisiert
- KI ist eine Assistenz: Sie unterstützt beim Strukturieren, Formulieren und Reflektieren, aber sie bewertet niemals Menschen
- Verantwortung bleibt menschlich: Jede Analyse, jedes Profil und jede Begleitung wird von mir persönlich vorbereitet, durchgeführt und verantwortet
- Transparenz schafft Vertrauen: Ich kommuniziere bewusst offen, wo ich KI unterstützend nutze
Mein persönlicher Standpunkt
Ich bin weder technikfeindlich noch technikgläubig. Ich sehe KI als ein starkes Werkzeug und wie jedes starke Werkzeug braucht sie Grenzen.
Für mich bedeutet verantwortungsvoller KI-Einsatz nicht, vollständig auf KI zu verzichten. Ich möchte KI bewusst so einsetzen, dass sie den Menschen unterstützt, ohne ihn zu ersetzen.
Deshalb gilt bei mir: KI darf meinen Arbeitsprozess unterstützen und erleichtern. Sie darf aber nicht bestimmen, wer ein Mensch ist.
Menschen sind für mich keine Datensätze, sondern individuelle Geschichten und genau deshalb entscheidet bei Neusicht Impulse niemals ein Algorithmus über einen Menschen.
PS: Ja, auch bei diesem Text hat eine KI einmal drüberschauen dürfen. Die Änderungen wurden durch mich nicht akzeptiert und solltet ihr noch Fehler im Text finden: Ihr dürft sie gern behalten 😉

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